Fremde Leute auf dem Krippenfeld.

Am Christkönigsfest sieht man jedes Jahr zehn Leute in der Wissler Stiftskirche werkeln. Das Team hat viel zu tun: Große Mengen Packpapier werden eingeseift, viel trockenes Moos herangeholt und die vielen Accessoires und Figuren aus der Lagerung herbeigetragen.
Johannes Verpoort hat immer neue Ideen. Eine ausnehmend große und hügelige Krippenlandschaft steht nun im Seitenschiff mit Höhlen und verschiedenen Ebenen. Im Moment ist der Engel bei Maria schon wieder verschwunden und eine neue Szene steht da: Aber wie kommt Johannes der Täufer, wie kommt der Jordan auf das Hirtenfeld nach Bethlehem? Und dann soll noch König David auftauchen? Es gehört zum System der Wisseler Krippendarstellung, dass die biblischen Szenen mit ihren Hintergründen ins Bild kommen und häufig wechseln. Johannes der Täufer weist hin auf den Erlöser. Maria versorgt aber noch gerade dessen Mutter Elisabeth in der Zeit ihrer Schwangerschaft. König David verweist demnächst, da er ja bei Bethlehem schon Schafe gehütet hat, auf den neuen und anderen König Christus, der der gute Hirte seines Volkes sein will.

Die Öffnungszeiten der Kirche für den Zugang zu der Krippen in St. Clemens sind: 2.12.-13.1. täglich außer dienstags 9.00-17.00 Uhr.

In diesem Jahr gibt es die Besonderheit, dass man auf diesem Wege auch das sehenswerte 1:25-Modell der Stiftskirche vom Erntedankzug in Wissel aus der Nähe betrachten kann. Lohnenswert gerade mit Kindern: Ein Besuch bei der Wechselkrippe in Wissel.

 
Pastor
Alois van Doornick