Todesfall, was tun?

Für die Gemeindemitglieder unserer Pfarrei St. Clemens möchten wir für den Sterbefall einige Anregungen geben:

1) Im Falle einer plötzlich eintretenden Sterbephase wenden Sie sich bei katholischen Patienten bitte an Pfarrer van Doornick (Tel 02824/ 976510) oder an die Zentrale des Krankenhauses Kalkar, Tel: 02824/170, die den Bereitschaft habenden Priester informiert, wenn der Sterbende das Sakrament der Krankensalbung empfangen möchte. Bitte bedenken Sie, dass die Priester den Notdienst neben ihrer sonstigen Tätigkeit versehen und nicht immer sofort abkömmlich sind und auch nachts keinen Dienstwagen mit Blaulicht besitzen. Bereits Verstorbenen kann dieses Sakrament nicht gespendet werden. Gleichwohl ist gemeinsames Beten mit einem Seelsorger sinnvoll.

2) Erste Schritte nach dem Eintreten des Todes
Was den geistlichen Teil angeht, so ist es auch im bereits eingetretenen Todesfall sinnvoll, einen Priester zu rufen. (siehe oben) Aufgrund neuerer Erfahrungen bitten wir darum, sich genau der Konfession des Verstorbenen zu vergewissern. Bei evangelischen Christen wenden Sie sich bitte an das evangelische Pfarramt in Kalkar Tel: 02824/2376.
Der Priester wird einem Verstorbenen keine Krankensalbung mehr spenden, sondern mit den Angehörigen für den Verstorbenen beten. Alle Formalitäten, sowie Ort und Zeit der Beerdigung besprechen Sie dann mit dem Seelsorger oder später mit dem Bestatter, der sich mit dem Pfarramt in Verbindung setzen wird.
Wenn jemand aus der Kirche ausgetreten ist, kann er nicht kirchlich beerdigt werden, da dies oft eine Missachtung seiner willentlichen Abkehr von der Kirche wäre. Über Formen der geistlichen Begleitung katholischer Angehöriger kann gerne mit den Seelsorgern oder Mitgliedern des Pfarrgemeinderates gesprochen werden. Es besteht auch bei Ausgetretenen die Möglichkeit, im Umfeld der Beisetzung eine Gedenkmesse z.B. in den Gemeindegottesdiensten zu feiern.

3) Gestaltung der Beerdigungsfeier
In unserer Pfarrgemeinde St. Clemens besteht die normale Form der Beerdigung aus drei Teilen: der Verabschiedung in der Trauerhalle mit kurzem Wortgottesdienst und den Gebeten bei der  Grablegung mit der dann anschließenden Eucharistiefeier.
Zur Vorbereitung des Gottesdienstes und zur Information über die Person des Verstorbenen und der Todesumstände wird sich rechtzeitig vor dem Beerdigungstag ein Seelsorger mit den Angehörigen in Verbindung setzen.
Am Vorabend wird ein Gebet für den Verstorbenen abgehalten, das nach der alten Tradition der „Totenwache“ zwischen Sterbe- und Begräbnistag im allgemeinen von den Nachbarn gestaltet wird. Heftchen mit Gebetsanregungen gibt es in der Sakristei; jede Form einer persönlichen Gestaltung ist möglich (z.B. auch andere Texte im Gotteslob, Gedichte, persönliche Erinnerungen an den Verstorbenen, sein Lieblingslied...)

4) Messen für Verstorbene
Es ist gute und alte Tradition unserer Kirche, dass wir in unseren Gottesdiensten für unsere Verstorbenen beten. Dies gilt speziell für das Sechswochenamt oder das Jahresamt, aber auch für Mitglieder der Nachbarschaft, des Freundeskreises oder der Familie, die in jeder angesetzten Gemeindemesse die Gebetsintention für einen bestimmten Verstorbene oder die Verstorbenen der Familie erbitten können. Dabei geht es weniger darum, dass wir von hier aus noch etwas "regeln" können für das Seelenheil der Toten, es geht um die Gemeinschaft im Glauben an die Auferstehung. Wir feiern in der Eucharistie die Vorwegnahme der "himmlischen Herrlichkeit", wir werden "Hausgenossen und Mitbürger der Heiligen" - (nach Paulus). Jede Messe ist also eine Gemeinschaftsveranstaltung für Lebende und Tote.
Weil wir glauben, dass unsere Verstorbenen Angehörigen zu dieser heiligen Gemeinschaft bei Gott dazu gehören, ist es sinnvoll und gut, hin und wieder namentlich im Gottesdienst für sie und mit ihnen zu beten.
In der bischöflichen Gebührenordnung werden die Gläubigen gebeten, für die Priester in der Mission (also nicht für die einheimischen Geistlichen) einen Betrag von € 5,00 pro Messintention zu geben. Verpflichtet wird dazu keiner, es ist ein Richtwert, an dem die Gläubigen sich orientieren können und meiner Meinung nach auch sollten.

Bärbel Knemeyer-Hesse (Übernahmen aus Text von Ralph Birkner, Kalkar)